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Sprache des Gebrauchs ist so zu verstehen: Der Name ist in Ländern oder Gebieten, wo man vorwiegend die angegebene Sprache spricht, typisch und weit verbreitet, wird also dort "gebraucht", und wird von Leuten, die diese Sprache sprechen, als ein Name in ihrer Sprache verstanden (im Gegensatz zu einem Namen in einer fremden Sprache). |
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Diese vorsichtige und etwas umständliche Definition wird verständlich, wenn man sich genauer ansieht, wie vielschichtig die Beziehungen zwischen Namen und Sprachen sind. Die folgenden Ausführungen versuchen diese etwas zu erläutern:
Es ist eine ziemliche Selbstverständlichkeit, dass man die meisten Wörter einer bestimmten Sprache zuordnen kann: "Wasser" ist deutsch, "water" ist englisch, und "eau" ist französisch. Darum ist es auch meist einfach, ein Wort von einer Sprache in eine andere zu übersetzen: "Wasser" auf englisch übersetzt ist "water".
Bei Vornamen ist die Situation mit den Sprachen nicht so eindeutig.
Bei vielen Namen lassen sich Varianten ausmachen, die so deutlich einer bestimmten Sprache zugeordnet ist und praktisch nur in Ländern verwendet werden, wo man die fragliche Sprache spricht, dass man ohne Probleme sagen kann, sie seien "deutsch", "englisch" oder welche Sprache auch immer.
Beispiel: Deutsch "Jakob" heisst auf englisch "James", auf französisch "Jacques", und auf italienisch "Giacomo". Andererseits gibt es aber viele Namen, wo die Zuordnung zu einer bestimmten Sprache nicht derart eindeutig ist.
Viele Namen werden in mehreren Ländern verwendet, mit identischer Schreibweise, aber unterschiedlicher Aussprache. Beispiele hier sind etwa "Peter" und "Paul" mit unterschiedlicher deutscher und englischer Aussprache.
Ist ein Name wie "Paul" nun deutsch, englisch, beides, oder soll man sogar sagen, der deutsche "Paul" und der englische "Paul" seien zwei eigene Namensvarianten?
Zudem gibt es bei den Namen ein Phänomen, das den Fremdwörtern entspricht: Eine zunächst klar fremde Namensform wird ins Deutsche übernommen und so lange und so häufig verwendet, bis man zuletzt den Namen als deutsch versteht.
Beispiel: Empfindet man "Edgar", ein Name, der erst im 19. Jahrhundert auf dem Englischen ins Deutsch übernommen wurde, noch als Englisch, oder sieht man ihn bereits als deutschen Namen an?
