Die Beurteilung, ob es sich um einen "vollen", selbständigen Namen handelt oder nur um eine Schreibvariante, ist zu einem rechten Teil subjektiv. In Kunigunde wurde versucht, folgende Regel einigermassen konsequent anzuwenden:
Wenn die Unterschiede in der Schreibweise nicht zu einem nennenswerten Unterschied in der Aussprache führen, dann ist es "nur" eine Schreibvariante. Anders herum: Unterschiede, auch kleine, bei den Vokalen führen zu Unterschieden in der Aussprache und damit nicht zu Schreibvarianten.
Typische Schreibvarianten im Deutschen entstehen durch:
- Austauschbarkeit von ph und f in vielen Namen (Beispiel: Joseph und Josef)
- Fehlende oder vorhandene stumme h (Beispiel: Bertold und Berthold)
- Fehlende oder vorhandene Buchstabenverdoppelungen (Beispiel: Otmar und Ottmar)
In den USA war es zeitweise Mode, ausgefallene Schreibweisen von Namen zu wählen bzw. solche gleich selbst zu erfinden. Dies hat bei einigen Namen zu einer wahren Inflationen von Schreibweisen geführt. Es wäre aufwendig und nicht sehr sinnvoll, all diese Schreibweisen in der Datenbank zu führen.